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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2005

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Operationsmethoden zur Wiederherstellung des Liquorflusses bei einer Syringomyelie

Einleitung:
Vorab erfolgte eine kurze Darstellung der Klinik in Quakenbrück, in der Herr Prof. Dr. Klekamp seit Januar 2004, nach seiner langjährigen Tätigkeit im Nordstadtkrankenhaus in Hannover, als Neurochirurg arbeitet. Es ist ein kleineres Krankenhaus mit 300 Betten, verfügt aber über alle wichtigen Abteilungen, die für eine effektive neurochirurgische Behandlung erforderlich sind.
Herr Prof. Dr. Klekamp hatte für diesen umfangreichen Vortrag zahlreiches Bildmaterial zu den unterschiedlichen Krankheitsbildern der Syringomyelie vorbereitet.

Weil es sich um eine sehr facettenreiche Erkrankung handelt, bestehen zwischen den einzelnen Patienten vielfältige Unterschiede. Die Behandlung kann dadurch völlig verschiedene Formen annehmen.

Die Syringomyelie ist eine Rückenmarkserkrankung, bei der sich eine Flüssigkeitsansammlung bzw. Zyste im Rückenmark bildet, die im zunehmenden Maße die Funktion der zentralen Nerven beeinträchtigt. Das ist zunächst nur eine allgemeine Definition und sagt nichts zur Ursache aus.
Die fachgemäße Diagnostik:
Nicht jede Zyste im Rückenmark ist eine Syringomyelie! Es gibt sehr viele Fehldiagnosen, wobei häufig ein lediglich erweiterter Zentralkanal im Rückenmark als Syringomyelie angesehen wird. Anhand einer MRT (Magnetresonanztomographie)-Aufnahme wurde nach einer eingehenden anatomischen Erläuterung eine "echte" Syringomyelie definiert. Das Rückenmark ist dabei deutlich aufgetrieben. Zum Vergleich war auf dem nächsten Bild eine leichte Erweiterung des Zentralkanals ohne eine Veränderung des Rückenmarks zu sehen. Dieses ist lediglich ein Überbleibsel aus der Entwicklungsphase. In der Regel ist der Zentralkanal bei Erwachsenen geschlossen. Eine leichte Erweiterung ist aber noch als Normvariante zu bezeichnen Aufgrund der verbesserten MRT-Untersuchungsverfahren nehmen die Verdachtsdiagnosen ohne die Bestätigung einer Syringomyelie deutlich zu.

Ein weiteres Beispiel zeigte ein eingedelltes teilweise schmächtiges Rückenmark mit einem Loch in der Mitte. Das ist keine Syringomyelie, sondern die Folge einer Gewebestörung nach einem Unfall, der eine inkomplette Querschnittlähmung verursachte.
Es gibt eine Zystenform, die sehr schwierig von einer Syrinx zu unterscheiden ist. Das ist die sog. Ependymzyste, bei der das Rückenmark auch aufgetrieben ist.
Im Einzelfall muss der Krankheitsverlauf genauestens beobachtet werden. Wenn sich die Zyste verändert, liegt eher eine Syringomyelie vor. Die Behandlung der beiden Erkrankungen ist grundverschieden.
Liegt eine "echte" Syringomyelie mit entsprechenden Beschwerden vor, muss angemerkt werden, dass es sich dabei um ein chronisches Krankheitsbild handelt.
Es dauert Jahre, bis sich soviel Flüssigkeit angesammelt hat und eine Syrinx im MRT sichtbar wird.
Jede Syringomyelie hat eine Ursache! Es liegt immer eine auslösende Erkrankung vor. Kein Patient hat ausschließlich eine Syringomyelie. Das ist sehr wichtig für die ursächliche operative Behandlung! Die Drainierung mit einem Shunt ist eine sinnlose Operation, weil die Ursache nicht behandelt wird.
Die ursächliche Erkrankung kann auch neurologische Störungen und Beschwerden hervorrufen. Je früher die Patienten vorstellig werden, umso deutlicher wird, dass die Syringomylie noch keine Symptome auslöst, sondern diese ausschließlich auf die Grunderkrankung zurückzuführen sind. Auffallend ist, dass eine Syringomyelie überwiegend vor der ursächlichen Erkrankung diagnostiziert wird.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 46 kb) (
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