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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

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Wir haben über eine längere Zeit Nachuntersuchungsstudien bei Syringomyelie-Patienten durchgeführt, um die Verläufe nach einer Operation zu beobachten. Bei einer relativ großen Gruppe von etwa 250 Patienten mit einer Chiari-Malformation haben ca. 90% den Zustand nach der Operation langfristig über mindestens 10 Jahre behalten. Das bedeutet jedoch nicht, das diese Patienten in Bezug auf Schmerzen alle zufrieden sind, sondern dass keine neuen Störungen oder Beschwerden in dieser Zeit hinzu gekommen sind. Das schafft man nicht mit einen Syrinxshunt bzw. mit einer Drainage! Daher sieht man in dieser Statistik, dass die Patienten nach einer Drainage schon nach kurzer Zeit wieder Beschwerden bekamen.

In Zahlen ausgedrückt: 93% der Chiari-Patienten haben 10 Jahre nach der Operation zumindest noch den Zustand, den sie vorher hatten. Wenn man das für Patienten ausrechnet, die mit einen Shunt behandelt worden, sind nach 5 Jahren nur noch 10% zufrieden.

Somit erübrigt sich das Thema Shunt! Wir haben seit ca. 10 Jahren keinen einzigen Shunt mehr gelegt und auch nicht vor, damit jemals wieder anzufangen, weil dieser die Ursache der Syringomyelie nie beheben kann!

Bei Patienten mit Schädigungen an den Rückenmarkshäuten ist das Ergebnis etwas schlechter als bei der Behandlung einer Chiari-Malformation. Es ist äußerst schwierig, die freie Liquorpassage langfristig bei langstreckigen Passagestörungen herzustellen und zu erhalten. Mittlerweile haben sich unsere Ergebnisse verbessert. Vor 2 bis 3 Jahren konnte bei 75% der Patienten über 5 Jahre der Zustand nach der Operation erhalten werden. Derzeitig sind es etwas über 80%.

Patienten mit einer sehr ausgedehnten Passagestörung bekommen jedoch nach wie vor meist schon nach einem kurzen Zeitraum wieder Beschwerden. Für diese Gruppe kann man im Einzelfall eine Syrinxdrainage oder eine Ableitung des Liquors aus dem Wirbelkanal erwägen, auch wenn man klar sehen muss, dass das dann nur eine Kompromisslösung sein kann.

Ich hoffe, Sie nicht mit zuviel Informationen beladen zu haben. Aber wenn sich jeder für das, was ihn betrifft, einige Kernpunkte "herauspicken" konnte, ist das Ziel dieses Vortrages schon erreicht.
Das Entscheidende ist: Eine Syringomyelie hat immer eine Ursache! Man kann in jedem Fall herausfinden warum sie sich gebildet hat. Manchmal ist es diagnostisch sehr schwierig - aber prinzipiell geht es.

Die Chancen, durch die operative Beseitigung der Ursache den Krankheitsprozess zu stoppen sind, werden ständig besser und sind in vielen Fällen sogar schon sehr gut.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


Prof. Dr. med. J. Klekamp

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
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