Hauptmenü

Blog

Tipps

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

Selbsthilfegruppe ... Hessen ... Syrinx ... Protonenpumperhemmer ... Weichteilgeschwulst ... Bavaria ... Erfahrungsbericht ... Liquorpassagestörungen ... Kleinhirn ... Schaufling ... Zyste ... Hilfe ... Rehaklinik ... Klekamp ... Rückenmark ...

Syringomyelie Forum

Benutzername:

Passwort:

Autologin?

Du hast noch keinen Forumzugang? Melde Dich einfach hier an!

Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

[Seite 1] [Seite 2] [Seite 3] [Seite 4] [Seite 5] [Seite 6] [Seite 7] [Seite 8] [Seite 9] [Seite 10]

Wenn Sie sich in Form einer Selbsthilfegruppe treffen, wurde zwar bei allen Betroffenen eine Syringomyelie diagnostiziert, die Ursache ist jedoch bei jedem eine andere. Demzufolge ist, so wichtig ein Erfahrensaustausch auch ist, die Vergleichbarkeit der Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten problematisch, weil die Krankheitsverläufe und die Ursachen der Syringomyelie äußerst unterschiedlich sind.

Die Grunderkrankungen, die eine Syringomyelie auslösen, werden in zwei Gruppen unterteilt. Es sind einmal Erkrankungen, die am Hinterhauptsloch, wo das Rückenmark aus dem Schädel in die Wirbelsäule durchtritt, lokalisiert sind. An dieser Stelle gibt es Missbildungen und Veränderungen der Rückenmarkshäute, sog. Arachnopathien, sowie Tumore. Jede dieser Gruppen teilt sich wieder in Untergruppen, so dass alleine für die Begleiterkrankungen an diesem sogenannten kraniozervikalen Übergang, d. h. vom Kopf zum Hals, dutzende verschiedene Ursachen in Frage kommen können.

Die häufigste Ursache ist die Chiari-Malformation. Das ist eine Fehlbildung, die nach einem Pathologen aus Prag benannt ist, der sie zuerst beschrieben hat. Dieses Krankheitsbild stellt eine Veränderung des Knochens am Hinterhaupt dar, die dazu führt, dass der Platz für das Gehirn, das in der frühen Kindheit wächst, nicht ausreichend ist. Dadurch wächst ein Teil des Kleinhirns in das Hinterhauptsloch hinein und drückt dort von hinten auf das Rückenmark. Dies führt langfristig oft zu einer Syringomyelie.

Eine andere, sehr seltene Missbildung, die zu einer Kompression des Rückenmarks von vorn führt, wird basiläre Impression genannt. Dabei handelt es sich um eine Fehlstellung eines Teils des 2. Halswirbels - des sog. Dens -, der in dieser Fehlstellung von vorn auf das Rückenmark drückt. Auch die basiläre Invagination kann eine Syringomyelie auslösen.

Außer durch Mißbildungen gibt es auch andere Erkrankungen, die zu einer Syringomyelie führen können. Dazu zählen narbige Verwachsungen der Hirn- und Rückenmarkshäute, sog. Arachnopathien. Für Arachnopathien sind am häufigsten Entzündungen die Ursache. Zum Beispiel kann eine Meningitis (Hirnhautentzündung) oder eine Blutung zu einer Arachnopathie am Hinterhauptsloch führen, die dann eine Syringomyelie auslöst. Nach Operationen am Hinterhauptsloch ist durch Narbenbildungen die Entstehung einer Syrinx genauso denkbar. Es gibt also eine Vielzahl von möglichen Ursachen. Dasselbe gilt für auslösende Erkrankungen im Bereich der Wirbelsäule. Hier wird ebenfalls zwischen Missbildungen, Veränderungen der Rückenmarkshäute sowie Tumoren unterschieden. Eine der häufigsten Ursachen sind Unfälle. Durch eine Verletzung der Rückenmarkshäute in Zusammenhang mit einer Rückenmarks- oder Wirbelverletzung kann eine Arachnopathie entstehen, die eine Syringomyelie verursacht. Auch hier ist wieder eine Vernarbung der Rückenmarkshäute die Ursache.

[Seite 1] [Seite 2] [Seite 3] [Seite 4] [Seite 5] [Seite 6] [Seite 7] [Seite 8] [Seite 9] [Seite 10]




Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
Warning: mysql_result() expects parameter 2 to be long, string given in /www/htdocs/v138307/cgi-bin/dl_hits.inc.php on line 45
x geladen)