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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

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Hauptproblem der klinischen Symptome ist meist der Schmerz. Für die meisten Syringomyelie-Patienten ist das ein ganz großes Problem. Im Prinzip muss man die Schmerzen in drei Typen unterscheiden:

  1. Es gibt Schmerzen, die nur bei körperlicher Belastung auftreten; wenn der Patient eine lange Strecke geht, besonders schwere Lasten trägt oder viel Stress hat. Sie bessern sich sobald sich der Patient ausruht oder schont. Solche belastungsabhängigen Schmerzen sind normalerweise haltungsbedingt und rühren daher, dass der Patient versucht eine Schonhaltung einzunehmen und folglich die Rücken- bzw. Nackenmuskulatur überbelastet oder fehlbelastet wird. Sehr häufig spielen auch Verschleißerscheinungen der Bandscheiben dabei eine große Rolle. Eine Syringomyelie macht in der Regel keinen belastungsabhängigen Schmerz, sondern entweder einen dauerhaften oder einen provozierbaren Schmerz.
  2. Die provozierbaren Schmerzen werden beispielsweise durch Husten, Niesen oder durch Pressen auf der Toilette ausgelöst. Sie treten plötzlich auf und verschwinden aber in der Regel schnell wieder.
  3. Der Dauerschmerz ist unabhängig von Schonung oder körperlicher Belastung überwiegend gleichförmig da.

Unterscheidet man diese drei Typen, ist eine erfolgreiche neurochirurgische Behandlung einer Syringomyelie eigentlich nur in der Lage, den provozierbaren Schmerz wirklich gut zu beheben. Für alle anderen Schmerzen, vor allem für den Dauerschmerz mit brennenden Charakter, ist der Operationserfolg äußerst zweifelhaft.

Wir kennen Patienten, bei denen die Operation ein wunderbares Ergebnis erzielte und auf dem Kernspinbild die Zyste nicht mehr zu sehen war. Dem Patienten ging es neurologisch gut, er konnte vielleicht sogar besser laufen; hatte von der Feinmotorik der Hände beispielsweise den Eindruck, dass er wieder besser damit arbeiten kann. Aber die brennenden Schmerzen waren unverändert da.
In Bezug auf das Thema Schmerzbehandlung bei Dauerschmerzen, muss man sagen, dass es kein Medikament gibt, das bei einem großen Prozentsatz der Patienten wirkt. Es ist für jeden einzelnen eine mühsame Suche und ein Ausprobieren verschiedenster Möglichkeiten. Wenn man die Patienten nach ihren Erfahrungen mit der Behandlung von Schmerzen fragt, bekommt man sehr unterschiedliche Antworten. Einige fahren regelmäßig nach Südostasien und machen dort Ayurveda-Therapien und sind begeistert, weil sie dadurch für jeweils ein paar Wochen nahezu schmerzfrei sind. Anderen hilft Akupunktur wunderbar. Der nächste nimmt Paracetamol und kommt damit zurecht. Dann gibt es welche, die nehmen Opiate, weil nichts anderes hilft. Wieder andere nehmen Timonil oder Neurontin. Sie können nur zusammen mit einem Schmerztherapeuten für sich individuell nach einer Möglichkeit suchen. Das ist meistens ein langwieriger Prozess. In der Regel findet sich aber eine Therapie, die wenigstens etwas Linderung bringt.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
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