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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

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Neurochirugische Behandlungsmöglichkeiten der Syringomyelie bzw. ihrer Ursachen:
Bei Vorliegen eines Rückenmarkstumors besteht die Behandlung der Syringomyelie in der Entfernung des Tumors. Da in allen anderen Fällen die Syringomyelie durch eine Zirkulationsstörung des Nervenwassers verursacht wird, muss die Diagnostik darauf gerichtet sein, diese Störung zu finden und die Behandlung darauf abzielen, diese zu beseitigen.

Erläuterungen von neurochirurgischen Operationstechniken mit Fallbeispielen und Kernspin-Dias:
Beginnen wir mit der häufigsten Ursache der Syringomyelie, der Chiari-Malformation.
In diesem Fall ist ein Stück vom hinteren Schädelknochen etwas zu klein geraten. Ein Teil des Kleinhirns hatte daher nicht genug Platz im Schädel und wuchs zapfenförmig in das Hinterhauptsloch hinein. Dadurch kann das Liquor nicht mehr ungehindert vom Kopf um das Rückenmark und retour fließen. Hier ist folglich die Liquorzirkulation gestört und deshalb hat sich eine Zyste in Höhe der Halswirbelsäule gebildet. Außerdem drückt das keilförmige Stück des Kleinhirns auf die Nervenbahnen, so dass ein Patient überhaupt keine Beschwerden von der Zyste haben muss und allein durch Druck auf das Rückenmark Beschwerden haben kann.

Die Behandlung besteht darin, den Platz am Hinterhauptsloch zu erweitern, damit der Liquor wieder ungehindert fließen kann. Danach müsste sich die Zyste wieder zurückbilden. Auf dem präoperativen Bild sieht man, wie stark aufgetrieben das Rückenmark durch so eine Zyste sein kann. Im Querbild ist durch die große Zyste fast kein Rückenmark mehr zu sehen. Trotzdem hatte dieser Patient nur wenig Beschwerden. Auf der postoperativen Aufnahme sieht man, wo der zu klein geratenen Knochen entfernt und somit Platz für den Liquor geschaffen wurde, der jetzt wieder frei zwischen dem Schädel und dem Rückenmark vorbei fließen kann. Die Zyste ist nun deutlich kleiner und das Rückenmark hat jetzt wieder eine normale Kontur. Zusätzlich zu der Entfernung des Knochens wurde die Hirnhaut mit einem Kunststoffpräparat erweitert, so dass an dieser Stelle ein Flüssigkeitsreservoir entstanden ist. Dieses sorgt nach der Abheilung des Operationsbereiches, dass die operativ hergestellte Passage auch frei bleibt. Von der Zyste ist nur noch ein kleiner Streifen erkennbar. So soll es bei einem optimalen Ablauf postoperativ aussehen. Jedoch verschwindet eine Zyste, die Jahre lang im Rückenmark war, nicht komplett, weil ein Teil des Gewebes an Elastizität verloren hat. Das Entscheidende ist die Beseitigung der Ursache.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
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