Hauptmenü

Blog

Tipps

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

Bavaria ... Schaufling ... Kleinhirn ... Protonenpumperhemmer ... Syrinx ... Selbsthilfegruppe ... Hessen ... Liquorpassagestörungen ... Zyste ... Hilfe ... Erfahrungsbericht ... Weichteilgeschwulst ... Rehaklinik ... Klekamp ... Rückenmark ...

Syringomyelie Forum

Benutzername:

Passwort:

Autologin?

Du hast noch keinen Forumzugang? Melde Dich einfach hier an!

Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

[Seite 1] [Seite 2] [Seite 3] [Seite 4] [Seite 5] [Seite 6] [Seite 7] [Seite 8] [Seite 9] [Seite 10]

Ein weiteres Beispiel zeigt wieder den deutlichen Tiefstand eines keilförmigen Kleinhirnanteiles. Diesmal haben sich zwei Zysten nebeneinander etwas weiter unten im Rückenmark angesiedelt. Postoperativ ist wieder die Entfernung des Stück Schädelknochens sowie eine Erweiterungsplastik der Hirnhaut zu sehen. Die Zysten sind jetzt praktisch nicht mehr vorhanden

Im nächsten Fall einer Chiari-Malformation ist der betreffende Knochen, der den Tiefstand des Kleinhirnanteiles verursachte, sehr dick. Es folgt eine Querschnittaufnahme durch die Zyste im Rückenmark.

Bei dieser Patientin war das postoperative Ergebnis nicht gut. Sie konnte zwar eine Weile vom Eingriff profitieren, kam aber mit Beschwerden wieder. Warum? Das postoperative Kernspinbild zeigt, dass ein Stück des Knochens entfernt wurde, jedoch entsteht hier schon der Eindruck, dass die Konfiguration und die Passage des Liquors nicht optimal sind. Auch hier wurde versucht, mit einem Kunststoffpräparat die Hirnhaut zu erweitern. Aber die Naht war nicht ganz dicht. Deshalb hat sich Liquor in der Wunde angesammelt und die Hirnhaut nach vorne gedrückt und so die Passage wieder blockiert. Der knöcherne Bereich ist zwar entlastet, aber die Liquorpassage nicht mehr frei. Dadurch hat sich auch die Syrinx wieder neu gebildet.

Das ist eine Möglichkeit, warum ein solcher Eingriff im Einzelfall fehlschlagen kann. Was macht man? Der betreffende Bereich wird wieder geöffnet und das Kunststoffpräparat dicht eingenäht. Gelingt das und die Passage ist anschließend wieder frei, wird die Syrinx in der Regel wieder kleiner.

Im folgenden Beispiel gibt es ein weiteres Problem: Es ist noch nicht allzu lange bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen einer Zirkulationsstörung des Liquorflusses und der Syringomyelie besteht.
Es gibt Patienten, die bei einer Chiari-Malformation eine Drainage bekommen haben. Dabei wurde ein Schlauch (Shunt) in das Rückenmark gesteckt, um auf diese Weise die Flüssigkeit aus der Zyste abzuleiten. Was bei diesem Patienten eigentlich gut geklappt hat. Es ist keine Zyste zu sehen. Aber die Chiari-Malformation besteht weiterhin. Somit kann immer noch Druck vom Kleinhirngewebe auf die Nervenbahnen im Rückenmark ausgeübt werden und der Patient bekommt trotz Drainage zunehmende Beschwerden. Die Drainageableitung einer Syringomyelie ist nie eine optimale Lösung! Sie ist immer nur ein "Notnagel", den man allenfalls in Erwägung ziehen sollte, wenn die Ursache der Syringomyelie nicht behandelt werden kann. Bei einer Chiari-Malformation ist die Ursache wie gesehen sehr gut behandelbar. Syrinx-Shunts sind daher überflüssig.

[Seite 1] [Seite 2] [Seite 3] [Seite 4] [Seite 5] [Seite 6] [Seite 7] [Seite 8] [Seite 9] [Seite 10]




Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
Warning: mysql_result() expects parameter 2 to be long, string given in /www/htdocs/v138307/cgi-bin/dl_hits.inc.php on line 45
x geladen)