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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

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Bei den Krankheitsprozessen im Wirbelkanal gibt es eine große Gruppe von Patienten die eine Wirbelsäulenverletzung hatten, die als Folge eine Zirkulationsstörung des Liquors verursachte. Dieser nächste Patient hatte eine Wirbelsäulenverletzung, bei der ein Stück des hinteren Wirbelbogens, des sog. Dornfortsatzes, abgebrochen war. Dieses Knochenstück wurde nach unten gedrückt und der Wirbelkörper, von dem das Stück abgebrochen war, nach vorne gestaucht. Das hat eine Verletzung an den Rückenmarkshäuten verursacht. An der Stelle hat sich eine Narbe der Rückenmarkshaut gebildet, die Jahre später zu dieser Zyste führte. Wie kann man so etwas nachweisen? Entscheidend ist bei dieser Fragestellung eine Darstellung des Liquorflusses. Es gibt neuerdings ein kernspintomographisches Verfahren, das die Bewegungen des Liquors im Wirbelkanal sichtbar macht. Viele von Ihnen werden solche Bilder nicht kennen, die kaum allen Radiologen geläufig ist, weil diese Untersuchungstechnik noch nicht sehr verbreitet ist. Die Aufnahmen sehen etwas anders aus als normale Kernspinbilder. Die knöcherne Wirbelsäule wird bei diesem Verfahren gar nicht dargestellt. Das einzig Erkennbare ist das Rückenmark sowie helle und dunkle Signale davor und dahinter. Bei dieser Untersuchungstechnik wird praktisch alles in Grau dargestellt, wo sich keinerlei Bewegung des Liquors befindet. Infolgedessen ist das Rückenmark hier durchgehend grau. Überall, wo der Liqour nach unten oder oben fließt, verändert sich der Grauton. Fließt es nach unten, bekommt die Flüssigkeit eine dunkle Farbe. Je schwärzer, desto schneller fließt es nach unten. Wenn die Flüssigkeit nach oben fließt, wird sie hell dargestellt. Auch da wieder: Je schneller sie fließt, desto heller wird das Signal. Somit hat man eine Vorstellung davon, wo und wie schnell der Liquor nach oben oder nach unten fließt. Das wird, abhängig von der Herzaktion, für jede Zehntelsekunde getrennt berechnet. In Form eines Videofilmes demonstriert, kann man genau sehen, wie das Nervenwasser hin und her fließt. Die Flussquantität ist so besser zu berechnen als in einem einzelnen Bild. Man kann mit dieser Untersuchungstechnik solche Passagestörungen in der Regel sehr gut nachweisen.

Bei diesem Patienten bricht das Flusssignal an einer Stelle ab. Auf dem nächsten Bild sehen wir eine andere Phase der Herzaktion; einige Zehntelsekunden später. Dort müsste sich ein Fluss nach unten ergeben, aber er bricht wieder an der gleichen Stelle ab. Dort ist also die Passage des Liquors gestört durch eine Vernarbung der Rückenmarkshäute auf der rückwärtigen Seite des Rückenmarks.

Will man also diese Syringomyelie behandeln, müsste diese Rückenmarkshautnarbe beseitigt werden. Das haben wir gemacht und anschließend auch wieder den betreffenden Bereich der Rückenmarkshaut mit dem Kunststoffpräparat erweitert. Jetzt ist eine freie Passage entstanden und die Zyste praktisch verschwunden.

Nächstes Beispiel: Dieser Patient hatte ebenfalls einen Unfall, aber nicht dadurch seine Syringomyelie erworben. Der Unfall war in den 60er Jahren. Auf dem Kernspinbild sehen wir noch eine kleine Signalveränderung, die Folge der damaligen Halswirbelverletzung. Zur Zeit des Unfalles konnte man den Patienten noch nicht mit Computertomographie oder Kernspin untersuchen. Deshalb wurde er myelographiert, ein Darstellungsverfahren bei dem Kontrastmittel in den Wirbelkanal eingespritzt wird. Das Kontrastmittel verteilt sich im Liquorraum und daher kann man die Stellen herausfinden, an denen das Rückenmark verletzt sein könnte.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
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