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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2003

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Heutzutage ist diese Untersuchung eher selten und durch unproblematischere Kontrastmittel wesentlich ungefährlicher geworden. In den 60er Jahren nahm man ölhaltige Kontrastmittel, die über Jahrzehnte nicht vom Körper abgebaut werden. Diese haben eine chemische Reaktion ausgelöst, die zu Narbenbildungen an den Rückenmarkshäuten führte. Das ist bei diesem Patienten passiert. Durch das ölige Kontrastmittel hat sich eine Narbe gebildet, die eine Syringomyelie herbeiführte. Im Kernspinbild sieht man die gleichmäßig grau dargestellte Hinterkante des Rückenmarks. Aber an einer Stelle ist die hintere Grenze unterbrochen. Ein Zeichen dafür, dass sich dort eine Narbe an der Rückenmarkshaut gebildet hat. Bei der Liquorflussuntersuchung bricht dort das Signal ab. Die operative Behandlungsmethode ist hier die gleiche wie im vorherigen Fall: Entfernung der Narbe sowie eine Erweiterungsplastik mit dem Kunststoffpräparat.

Bei Tumoren im Rückenmark kann die dadurch ausgelöste Syringomyelie ganz verschieden sein. In der ersten Aufnahme eines Patienten sehen wir eine ziemlich große Syrinx durch einen relativ kleinen Tumor, den man ohne Kontrastmittel nicht sehen kann - ein sog. Angioblastom. Deshalb ist ein Kernspin mit Kontrastmittel bei Patienten mit Syringomyelie unklarer Ursache immer erforderlich! Nach der Entfernung des Tumors sieht man auf der postoperativen Aufnahme den kleinen Defekt, wo der Tumor war, sowie die zusammengefallene Syrinx.

Beim zweitem Beispiel eines Tumors handelt es sich um einen sehr großen Tumor im Rückenmark, der geblutet hat, mit einer sehr kleinen Syrinx. Ein völliger Gegensatz im Vergleich zu dem vorherigen Fall.

Die Behandlung der Zyste besteht wiederum aus der operativen Entfernung des Tumors. Auf dem postoperativen Bild ist der Tumor entfernt und die Zyste verschwunden.
Wie wirkt sich die operative Behandlung auf die präoperativen Beschwerden aus?

In der Regel muss davon ausgegangen werden, dass die Syringomyelie am Ende eines langjährigen Krankheitsprozesses steht. Eine erfolgreiche Operation erhält leider in aller Regel nur den Status Quo, den der Patient vor dem Eingriff hatte. Es gibt durchaus vereinzelt Besserungen, die aber nur in seltenen Ausnahmen so gravierend sind, dass der Patient nach der Operation praktisch beschwerdefrei ist. Besserungen sind für das Gehvermögen, die Feinmotorik und die Kraft, auch für die Sensibilität sowie teilweise auch für Schmerzen möglich. Es ist nicht so, dass eine Operation keine Chancen auf Besserung oder Linderung bringt. Aber man muss sich darüber im Klaren sein: Wenn wir die Beschwerden als einen Grad einer Behinderung oder einer funktionellen Beeinträchtigung ansehen, dass dieser sich auch nach einem erfolgreichen operativen Eingriff nicht wesentlich bessert. Wer z. B. vorher nur mit Gehhilfen laufen konnte, wird diese auch nach der Operation noch benötigen. Die erzielbaren Besserungen sind jedoch für einen Patienten deswegen jedoch nicht völlig belanglos, weil dabei auch der psychologischen Effekt beachtet werden muss. Ein Patient, der über Jahre einen schleichenden Verlust von Funktionen beobachtet und durch die Operation einen Stillstand oder sogar eine leichte Besserung bemerkt, der sieht wirklich wieder "Licht im Tunnel". Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 100 kb) (
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