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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2004

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In der Liquorflussdarstellung ist die Passagestörung anhand der Signalveränderungen gut erkennbar. Die Hauptbeschwerden sind ähnlich wie bei Patienten mit Syringomyelie bei einer Chiari-Malformation. Gangstörungen und Schmerzen stehen im Vordergrund.

In der Gruppe mit Rückenmarkshautnarben kommen im Vergleich Entzündungen und traumatischen Ursachen fast gleich vor. Auch hier wurde in beiden Fällen eine große Anzahl Patienten nicht operiert, weil die Symptomatik nicht dementsprechend ausgeprägt war.

Beispiel einer komplizierten traumatischen Ursache der Syringomyelie:
Auf dem MRT-Bild ist ein von der großen Syrinx völlig aufgeweitetes und fast unerkennbares Rückenmark zusehen. In diesem Fall liegt ein schweres Trauma vor, das zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule geführt hat. Zwei Wirbel haben sich in einer absoluten Fehlstellung verkeilt. Der Patient hat nur eine inkomplette Querschnittlähmung. Hier ist eine ursächliche Behandlung der Syringomyelie nicht möglich. Man müsste theoretisch einen Teil der Wirbelsäule wieder aufrichten, was praktisch nicht durchführbar ist. Eine normale Liquorpassage kann bei diesem Patienten also nicht hergestellt werden.

Dieses ist ein absoluter Ausnahmefall, bei dem ein Syrinx-Shunt akzeptabel wäre.

Ein weiteres Beispiel:
Ein MRT-Bild zeigt die Stelle der Verletzung, an der sich ein Blockwirbel sowie oberhalb davon eine lang gestreckte Syrinx gebildet haben. Ergebnis nach Öffnen der harten Hirnhaut: Die weiche durchsichtige Rückenmarkshaut ist durch den Unfall von einer schwieligen Narbe unterbrochen. Durch die feste Verbindung mit dem Rückenmark ist die Liquorpassage unterbrochen. Das Vernarbung wird vorsichtig abgetragen und anschließend eine Erweiterungsplastik vorgenommen, damit keine erneute Vernarbung oder Verklebung entsteht. Postoperativ ist die Syrinx völlig zusammen gefallen. Das ist ein optimales Operationsergebnis.

Im nächsten Beispiel ist der Patient ist aus dem Auto geschleudert worden und war der einzige Überlebende von den vier Insassen. Er hatte nach diesem Unfall keinerlei neurologische Ausfälle und eine lange Zeit wurde nicht anerkannt, dass seine Syringomyelie Folge des Unfalls war. Vor dem Gericht hat ihm die Tatsache geholfen, dass von einem Wirbelkörper ein kleines Stück abgesprengt war. Darum war eine Wirbelfraktur durch den Unfall nachweisbar. Der Wirbelbogen wurde durch den Abriss gegen das Rückenmark ge-stoßen, es kam zu einer Kompression und somit zu einer Rückenmarkshautnarbe. Bei der Liquorfluss-Untersuchung war das gut nachvollziehbar. Postoperativ ist die Erweiterungsplastik wie auch eine sich zu-rückgebildete Syrinx zu sehen.

Beispiel eines Katheters (Syrinx-Shunt):
Einige Patienten haben bereits eine neurochirurgische Behandlung mittels eines Katheters erhalten, was weitere Probleme verursachen kann. Bei einer Wiederherstellung der Liquorpassage ist es sehr ungünstig, wenn im Rückenmark ein kräftiger Katheter sitzt, der narbig an der Rückenmarkshaut festgewachsen ist. Das behindert die Liquorpassage zusätzlich und kann die Durchblutung sowie die Beweglichkeit des Rückenmarks stören.

In diesem Fall hat sich eine Art Tasche in der Rückenmarkshaut gebildet, die das Rückenmark an dieser Stelle regelrecht platt drückt. Außerdem ist ein viel zu großer Katheder gelegt worden. Intraoperativ ist bei Freilegung des Rückenmarks eine relativ kleine Vernarbung (Ursache der Syrinx) und die aufliegende Taschenbildung zu sehen. Das ist eigentlich eine günstige Konstellation für den Patienten. Jedoch sieht die Stelle am Katheter wesentlich vernarbter aus, so dass auch nach der Entfernung des Katheters die Situation hier viel schlimmer ist, als an der Stelle wo sich die Ursache der Syrinx befand. Die Vernarbung konnte gelöst und der 9 cm lange Katheter entfernt werden. Ergänzend wurde eine Erweiterung der Rückenmarkshaut vorgenommen. Postoperativ geht es diesem Patient besser.

Ein so positives Ergebnis lässt sich nicht immer erzielen.

Die Operationsergebnisse für Patienten mit einer Rückenmarkshautnarbe sind etwas schlechter, als bei denen mit bei einer Chiari-Malformation. Das Hauptproblem liegt bei der Beschaffenheit der Vernarbung. Es ist nicht immer möglich, eine Neubildung zu verhindern. Deshalb wird operativ nur selten eine Besserung erzielt.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 164 kb) (
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