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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2004

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Die Syrinx wird nur bei 50% dieser Patienten kleiner. Eine Verschlechterung des Zustands der operierten Patienten oder eine Vergrößerung der Syrinx kommt nur in ganz seltenen Fällen vor. Das ist das realistische Ziel dieser Operation. Deshalb ist im Einzelfall die Zweckmäßigkeit eines Eingriffes genau abzuwägen und die Quote der nicht operierten Patienten ist etwas höher. Bis 1992 wurden Drainagen bzw. Shunts in die Syrinx gelegt, was nach den heutigen Erkenntnissen sinnlos ist. Eine operative Dekompression bedeutet in diesem Fall das Lösen der Rückenmarkshautnarben. Die Komplikationen bei einer Dekompression am Rückenmark liegen mit etwa 14% deutlich niedriger als bei Patienten mit einer Chiari-Malformation. Dieser Eingriff ist wesentlich ungefährlicher und komplikationsloser.
Es gab keinen Todesfall innerhalb von 30 Tagen. Die Komplikationen treten überwiegend bei der Wundheilung auf.
Die Patienten werden jedoch darüber aufgeklärt, dass die Operation am Rückenmark (in seltenen Fällen) auch eine Querschnittslähmung auslösen kann. Die meisten Patienten sind ca. 40 Jahre alt. Das Intervall zwischen dem Unfall bis zum Auftreten von Beschwerden ist extrem variabel und liegt im Schnitt bei 10 Jahren.

Vom Beginn der Beschwerden dauerte es etwa 6 Jahre bis die Diagnose gestellt war und der Patient sich operieren ließ. Die Verletzungsstelle an der Wirbelsäule, die Schwere des Traumas sowie das Vorliegen eines kompletten oder inkompletten Querschnitts stehen nicht in direktem Zusammenhang mit der Syringomyelie. Die Beschwerden vom Unfall werden durch diese Operation nicht verändert. Vernarbungen der Rückenmarkshäute kön-nen nicht an jeder Stelle gelöst werden, weil der Chirurg an der Vorderseite des Rückenmarks nicht ohne weiteres ope-rieren kann. Dieser Eingriff ist lebens-gefährlich, da sich hier Arterien befinden, die das Rückenmark ernähren. Darum sollten Vernarbungen hinter dem Rückenmark prinzipiell nicht operativ behandelt werden.
Auf der Rückseite ist es etwas weniger kritisch, weil dort in erster Linie die Venen mit Umgehungskreisläufen liegen und durch eine evtl. Gefäßverletzung keine ernsthaften Komplikationen für den Patienten entstehen.

Langfristige Erfolge im Zusammenhang mit einer Stabilität für ca. 10 Jahre:
Mit knapp 50% viel schlechter als bei der Chiari-Malformation. Es besteht kaum ein Unterschied, ob die Operation wegen einer Vernarbung nach einem Trauma oder einer Entzündung erfolgte. Bei den postentzündlichen Eingriffen ist das Ergebnis etwas schlechter, weil bei manchen Patienten eine besonders ausgedehnte Rückenmarkshautvernarbung vorlag.
Wenn die Rückenmarkshaut nur über max. zwei Wirbelsegmente narbig verändert ist, sind die Erfolgsaussichten einer Operation deutlich besser. Bei ca. 75% der Patienten konnte der Krankheitsprozess gestoppt und bei ausgedehnten Vernarbungen nur eine Verzögerung erreicht werden. Das heißt nicht, dass eine Operation in diesem Fall sinnlos ist. Jedoch darf dem Patienten nicht zu viel Erfolg versprochen werden. Schmerzen werden durch den Eingriff nur beeinflusst, wenn sie vorher provozierbar waren. Dauerschmerzen können nicht gebessert werden.

Neueste Erkenntnis: Die besten Ergebnisse wurden bei Patienten erzielt, wo die Rückenmarkshautnarbe noch eine komprimierende Wirkung hatte. Neben der Passageverbesserung erfolgte hier eine Druckentlastung des Rückenmarks, so dass einige Beschwerden durch die Operation gelindert werden konnten.

Ende des Vortrages



Die anschließende Gesprächsrunde mit Herrn Prof. Klekamp kann aufgrund akustischer Probleme während der Aufnahme sowie des komplexen Ausmaßes nicht vollständig bzw. nur in gekürzter Version wieder gegeben werden.


Frage: Was ist, wenn keine Ursache der Syringomyelie festgestellt wurde?
Antwort: Dieses vorerst in Frage stellen u. Untersuchung wiederholen. Die Diagnose kann evtl. nicht eindeutig gewesen sein. Erfolgte diese zu Recht, kommt es sehr selten vor, dass ich die Ursache auch nicht finden kann. Von den etwa 500 Patienten mit einer Rückenmarkshautnarbe unter 1%. Bei Patienten mit fortschreitender Symptomatik und Bedarf einer Operation war die Ursache immer zu finden.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 164 kb) (
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