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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2005

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Wie gefährlich ist die neurochirurgische Behandlung der Chiari-Malformation?
Eine wesentliche Gefahr bei dieser Operation liegt zum Beispiel an einer nicht vorhergesehenen Hirnhautvernarbung. Wenn dieser Eingriff von einem Neurochirurgen ausgeführt wird, der nicht über die entsprechenden Erfahrungen verfügt, besteht für den Patienten Lebensgefahr. Die Behandlung einer normalen unkomplizierten Chiari-Malformation ist eine verhältnismäßig ungefährliche Operation, die in vielen neurochirurgischen Kliniken erfolgreich durchgeführt wird. Weil es sich bei diesem Krankheitsbild um eine Missbildung handelt, muss jedoch immer mit anatomischen Besonderheiten gerechnet werden, die häufig erst während der Operation in Erscheinung tritt.

Komplikationen kamen bisher insgesamt bei 22% dieser Patientengruppe vor. Davon waren 18% lokal operativ und knapp 4% internistischer Art. Etwa 1% der Patienten, die an einer Chiari-Malformation operiert wurden, ist verstorben.

Postoperative Ergebnisse betreffend der Syringomyelie:
Bei 86% der Fälle war die Syrinx kleiner, bei 12% unverändert und bei nur 2% vergrößerte sie sich später wieder.

Wie wirkt sich eine Operation auf die Beschwerden aus?
Die typischen Hinterkopfschmerzen bei einer Chiari-Malformation sind normaler Weise hinterher nicht mehr vorhanden. Syringomyelie-Schmerzen werden nur geringer, wenn sie vor der Operation pro-vozierbar waren. Dauerschmerzen sind in der Regel operativ nicht beeinflussbar. Deutliche Verbesserungen treten meistens bei Gefühls-, Gang-, Blasen- und Schluckstörungen auf. Missempfindungen gehen teilweise zurück. Lähmungen und Muskelschwund bleiben vorwiegend bestehen.

Die langfristigen Operationsergebnisse hängen stark vom Vorkommnis einer Hirnhautnarbe so wie dem Ausmaß der Kompression ab. Früher wurde häufig zuviel vom Hinterhauptsknochen entfernt, so dass das Kleinhirn an Halt verlor und regelrecht in das Hinterhauptsloch herunter gerutscht ist.

In einer graphischen Darstellung wurde deutlich, dass im Langzeitverlauf von 10 Jahren über 80% der operierten Patienten mit dem Ergebnis der Behandlung nach der erläuterten Methode zufrieden waren. Sind zudem Hirnhautvernarbungen aufgetreten, liegen die positiven Langzeitergeb-nisse nur bei ca. 50%.

Zum Abschluss der Patientengruppe mit Problemen am Hinterhauptsloch wurde ein Beispiel beschrieben, bei dem eine Hirnhautentzündung die Ursache einer extrem großen Syrinx war. Anhand von intraoperativen Bildern erfolgte die Erläuterung der entsprechenden Operationstechnik Zur Wiederherstellung der Liquorpassage wurde eine Duraplastik durchgeführt. Hier war das ganz genaue Ausmaß der Hirnhautvernarbungen erst während der Operation zu erkennen. Aufgrund der Verletzungsgefahr von den umliegenden Blutgefässen konnten diese Narben nicht vollständig entfernt werden. Postoperativ hat sich die Syrinx erheblich vermindert. Das langfristige Ergebnis ist meistens deutlich schlechter als bei einer Chiari-Malformation.

Störungen der Liquorpassage am Rückenmark:
In diesem Bereich gibt es zwei wesentliche Ursachen einer Syringomyelie:
  1. Schädigungen der Rückenmarkshaut durch Verletzungen der Wirbelsäule
  2. Entzündungen an den weichen Rückenmarkshäuten
Eine Narbe an den Rückenmarkshäuten behindert neben der Liquorpassage auch die Beweglichkeit des Rückenmarks. Normaler Weise befindet ist das Rückenmark im Wirbelkanal frei schwebend und vollständig vom Liquor umgeben. Bei Vernarbungen ist es an dieser Stelle fixiert und wird bei jeder Bewegung der Wirbelsäule komprimiert. Das führt zu Durchblutungsstörungen und dauerhaft zu einem bleibenden Rückenmarksschaden. Dadurch werden die Beschwerden auch hier nicht ausschließlich von der Syrinx ausgelöst.

Großflächige Vernarbungen können das Rückenmark wie ein Tumor zusammendrücken.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 46 kb) (
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