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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2005

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Das Problem bei Störungen der Liquorpassage am Rückenmark ist die Diagnostik. Wie kann eine Narbe an der Rückenmarkshaut gefunden werden, wenn diese im MRT oder anderen Untersuchungsmethoden nicht sichtbar ist? Dazu sind prinzipiell zwei Möglichkeiten zu nennen:
Die Liquorflussdarstellung im MRT ist die empfindlichere Methode. Die andere diagnostische Möglichkeit ist eine Myelographie, bei der Kontrastmittel in den Liquorraum injiziert wird. Üblicherweise wird dazu eine Punktionsnadel zwischen zwei Lendenwirbel unter-halb des Rückenmarks angesetzt.
Die Beobachtung des Kontrastmittelflusses bis in den Halswirbelbereich erfolgt unter Röntgenkontrolle. Ist der Verlauf an einer Stelle blockiert, kann hier eine Passagestörung des Liquors nachgewiesen werden. Die Liquorflussdarstellung ist exakter, aber deren Beurteilung erheblich komplizierter.

In welchem Rückenmarksbereich muss die Störung gesucht werden?
Meistens ist eine Rückenmarkshautnarbe am unteren Ende einer Syrinx angesiedelt.

In einem Fallbeispiel zog sich eine große Syrinx durch das gesamte Rückenmark. Fälschlicher Weise wurde hier in einer anderen Klinik bereits ein Shunt gelegt. Demzufolge ist zu der eigentlichen Ursache das Rückenmark an dieser Stelle narbig fixiert. Angesichts der großen Syrinx war die Drainierung total unzweckmäßig. Die Ursache ist bei diesem Patienten eine alte Wirbelfraktur mit einer Verletzung der Rückenmarkshaut. In diesem Bereich hat sich eine Verklebung gebildet und dadurch sind ein Rückenmarksschaden und eine Syringomyelie entstanden.

Anschließend wurden Bildbeispiele von Passagestörungen im MRT mit Liquorflußdarstellung erörtert.
Bei einigen Patienten kann trotz einer langwierigen Diagnostik die Lage der Passagestörung nicht gefunden werden. Bei 90% dieser Patientengruppe lassen sich die Rückenmarkshautnarben durch eine gründliche Diagnostik finden.

Beobachtungen der Symptomatik:
Die Beschwerden sind fast identisch mit denen einer Chiari-Malformation mit Syrinx. Jedoch löst eine Syringomyelie keine Kopfschmerzen aus. Etwa je ein Drittel der Patienten geben als Hauptbeschwerden Schmerzen oder Gangstörungen an. Bei etwa 10% treten überwiegend Missempfindungen auf. Insgesamt klagen 70% dieser Patienten über Schmerzen, über 80% haben Gangstörungen und fast alle Gefühlsstörungen. Missempfindungen und Lähmungserscheinungen kommen bei ca. 60% vor und an Blasenstörungen leidet etwa die Hälfte. Diese Patienten sind aufgrund der Symptomatik stärker beeinträchtigt als die mit einer Chiari-Malformation, zumal sich viele dieser Beschwerden auch durch eine erfolgreiche Operation nicht beheben lassen.

An welchen Stellen kamen Wirbelverletzungen als Ursache für eine Syringomyelie am häufigsten vor?
Etwa die Hälfte dieser Patientengruppe erlitten Verletzungen an den Brustwirbeln, ca. ein Drittel an der Halswirbelsäule und 12% im Lendenwirbelbereich.
Ausmaß der Verletzungen: Von den genannten Patienten hatten 23% eine komplette und 40% eine inkomplette Querschnittlähmung. Bei 36% bestand direkt nach dem Unfall nur eine Wirbelverletzung ohne Schädigungen des Rückenmarks und neurologischen Störungen. Die Beschwerden traten erst nach der Entstehung der Syrinx auf. Das bedeutet, dass die Entwicklung einer Syringomyelie durch eine traumatische Ursache unabhängig von der Schwere des Unfalls ist. Demnach können auch relativ kleine Verletzungen eine Syrinx hervorrufen, die später im Falle eines Gutachten oft nicht mehr nachweisbar sind.

Der Zeitraum zwischen dem ursächlichen Geschehen und dem Auftreten von Symptomen durch die Syringomyelie beträgt durchschnittlich zehn Jahre. Einzelne Patienten haben jedoch bereits wenige Wochen nach einem Unfall eindeu-tige Beschwerden. Der überwiegende Teil der Patienten ist etwa 40 Jahre alt.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 46 kb) (
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