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Syringomyelie Forum

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Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. J. Klekamp 2005

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Vor der Behandlung einer posttraumatischen Syringomyelie muss festgestellt werden, in wie weit das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wenn eine komplette Querschnittlähmung vorliegt, ist nach einer Operation keinerlei Besserung der Lähmungserscheinungen zu erwarten. Bei umfangreichen Vernarbungen der Rückenmarkshäute fällt das Ergebnis einer Operation schlechter aus als bei einer minimalen Verklebung. Liegen Verletzungsfolgen, wie beispielsweise eine schlecht verheilte Fraktur oder eine instabile Wirbelsäule vor, müssen diese Aspekte auch bedacht und möglichst mitbehandelt werden.

Das Operationsprinzip ist das gleiche wie bei einer Chiari-Malformation.

Operationsverfahren:
  • Erweiterung des Wirbelkanals
  • Wiederherstellung der Liquorpassage
  • Lösen der Vernarbungen
  • Erweiterung der Rückenmarkshaut mit Gorotexmaterial
Bei einigen Patienten ist zusätzlich eine Stabilisierung der Wirbelsäule durch Ver-schraubungen notwendig.

Zur Erläuterung der Operationstechniken wurde mittels Bildmaterial einige Fallbeispiele gezeigt.

Aus der eigenen Behandlungsstatistik: Insgesamt wurden 102 Patienten mit Liquorpassagestörungen nach Verletzungen der Wirbelsäulen beobachtet und davon ca. zwei Drittel operiert.

Von 190 Patienten mit einer Rücken-markshautnarbe anderer Ursache wurde bei kaum 50% eine operative Behandlung durchgeführt. Wenn das Krankheitsbild über lange Zeit stabil bleibt sollte eine Operation nicht übereilt vorgenommen werden.

Die postoperativen Ergebnisse sind langfristig wesentlich effektiver als ein Shunt. In den meisten Fällen verkleinert sich die Syrinx nach einer erfolgreichen Operation. Allerdings gibt es derzeitig nur wenige Patienten, die über zehn Jahre postoperativ beobachtet werden konnten, weil dieses Verfahren erst seit etwa zehn Jahren durchgeführt wird. Von den ersten operier-ten Patienten sind einige wieder mit Ver-narbungen auffällig geworden. Jedoch ist langfristig betrachtet zu annä-hernd 50% ein positives Ergebnis zu erwarten.

Komplikationen: Diese Operationen sind ungefährlicher als die einer Chiari-Malformation. Es gab keinen Todesfall.

Im folgenden Beispiel konnte ein Patient aufgrund eines sehr gravierenden Befundes nicht behandelt werden. Das MRT-Bild zeigte eine Syrinx sowie eine Wirbelfraktur mit einem total versetzten und bereits verwachsenen Wirbelsegment. So ein Befund kann nicht operativ beseitigt werden, weil sonst mit 90%iger Sicherheit eine komplette Querschnittlähmung verursacht würde. In diesem Fall kann die Ursache der Syringomyelie nicht behandelt werden. Das ist die einzige Ausnahme, bei der ein Syrinx-Shunt akzeptabel wäre. Der Patient hat jedoch gute neurologische Funktionen und ist noch gehfähig.

Nach entzündlichen Prozessen an den Rückenmarkshäuten wird die gleiche Operationsmethode zur Wiederherstellung der Liquorpassage wie bei den traumatischen Ursachen durchgeführt.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung der Syringomyelie sind hier günstiger, weil das Rückenmark nicht vorgeschädigt ist. Der Zeitraum der Krankengeschichte und die Altersverteilung verhalten sich ebenso wie bei einer traumatischen Syringomyelie.

Bisher wurden knapp 50% der Patienten mit entzündlichen Ursachen operiert. Bei den anderen war entweder die Liquorpassagestörung nicht eindeutig festgestellt oder das Krankheitsbild noch stabil genug.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 46 kb) (
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