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Vortrag der Diplom-Psychologin Frau Schubert am 29.10.2005

beim Treffen der Selbsthilfegruppe Hessen in Lampertheim


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Die Ablenkung von den Schmerzen verringert das Schmerzempfinden.
Die Patienten sollten so weit wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und positiven Umgang wählen. Humor ist ebenfalls wichtig. Ein herzhaftes Lachen wirkt meistens sehr befreiend. Es sollte mehr über allgemeine Sachen locker geplaudert werden, die von der Krankheit und den Schmerzen ablenken. Oft wird man nach dem gesundheitlichen Befinden gefragt, was eigentlich bei einer chronischen Erkrankung fast eine Zumutung ist. Menschen im näheren Umfeld, die immer noch derartige Fragen stellen, sollten auf deren Unterlassung hingewiesen werden. Viele Leute äußern dieses nicht aus böser Absicht. Nicht-Betroffene haben oft eine gewisse Hilflosigkeit und wissen nicht, wie sie sich gegenüber dem Erkrankten verhalten sollen. Die meisten Mitmenschen sind oft bei Schicksalsschlägen anderer überfordert. Folglich muss auch der Betroffene seinem Gegenüber behilflich sein und erklären, was in dieser Situation angebracht ist und ihm nützt. "Wir müssen uns äußern und machen was uns gut tut!" Wenn man in der Öffentlichkeit beispielsweise nicht mehr sitzen kann, einfach aufstehen und sich nicht herumquälen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte dieses Verhalten vorher erklärt werden. Hobbys sind die besten Möglichkeiten zur Ablenkung, weil sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich lenken.
Der Schmerz will wahrgenommen werden. Deshalb gilt es Maßnahmen zu finden, so dass der Schmerz nicht ständig im Vordergrund das Leben beherrscht. Es müssen Beschäftigungen gefunden werden, die richtig fesseln bzw. ein bisschen kompliziert sind. Das kann auch beispielsweise Kuchen backen sein; aber dann bitte neue Rezepte. Dagegen ist Bügeln unangebracht, weil es zu stupide ist und die Gedanken nicht abgelenkt werden. Man kann sich auch durch das Lesen einer spannenden Geschichte ablenken. Das gelingt jedoch meistens nicht, wenn der Schmerz zu stark ist. Empfehlenswert sind Hörbücher auf CD's oder Kassetten, weil sie je nach Thematik fesselnd und entspannend wirken können.
Manchen Patienten hilft der kreative Umgang mit Farben und für andere ist es die Musik.
Eine andere Variante im Umgang mit dem Schmerz ist, sich diesen zu verinnerlichen und ihn genau zu betrachten. Somit kann der Schmerz zu einem Bild, wie zum Beispiel "der Stachelball", "das Messer" oder ähnliches werden. Dann kann man beispielsweise dieses "Messer" in eine gedachte Scheide bringen damit es nicht mehr schneidet. Das ist eine Übungssache und funktioniert nicht immer.

Anzuraten ist, sich von allen hilfreichen Dingen eine Liste zu erstellen, auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Erfahrungsgemäß fällt einem bei starken Schmerzen nicht mehr ein, welche Maßnahmen schon einmal hilfreich waren. Bei massiven Schmerzattacken geraten die Patienten häufig schnell aufgrund der Ängste in innerliche Panik. Aus diesem Grunde ist es wichtig in dieser Situation wieder einen "Anker" zu finden um das Schmerzerleben zu beeinflussen!

Abschließend wurden zwei kurze Entspannungsübungen mit den Teilnehmern durchgeführt.

Dieser Vortrag ist nicht nur für die Teilnehmer des Treffens in Hessen hilfreich, sondern auch für die vielen betroffenen Menschen, die diesen Bericht auch erhalten werden. Im Namen aller ein herzliches Dankeschön an Frau Helga Schubert sowie Frau Marion Kues von der SHG-Hessen.

Rosemarie Panitz

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 102 kb) (
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